Navigation

Gender, Gewalt und Menschenrechte

Gender, Gewalt und Menschenrechte

Der Forschungsbereich „Gender, Gewalt und Menschenrechte“ befasst sich theoretisch und empirisch mit der Umsetzung von Menschenrechten, Gewalt und Diskriminierungen im Geschlechterverhältnis. Durchgeführt werden interdisziplinäre Studien zu Gewaltausmaß und Folgen, zu Wirkungen und zur Wirksamkeit unterschiedlicher Unterstützungs- und Interventionsmaßnahmen, zur Prävention sowie systematische Bestandsaufnahmen und Datenanalysen zur Umsetzung von Menschenrechtskonventionen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Darüber hinaus wird an der Entwicklung und langfristigen Etablierung menschenrechtsgestützter Indikatoren im Themenfeld gearbeitet und es werden Expertisen für Ministerien und andere Institutionen erstellt. Geforscht wird auf Basis eines intersektionellen Ansatzes, der unterschiedliche Strukturkategorien wie Geschlecht, Migrationshintergrund, soziale Lagen und Behinderung gleichwertig in die Analysen einbezieht.

Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES)

Die Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES) am Institut für empirische Soziologie (IfeS) befasst sich empirisch mit Ausmaß, Formen und Folgen von geschlechtsbezogener Gewalt, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzung sowie mit staatlichen und institutionellen Reaktionen auf diese Problematik. Langfristig werden regionale, nationale und internationale Daten und Informationen zum Themenfeld auf Basis abgestimmter Indikatorensysteme und Methoden strukturiert ausgewertet, um wissenschaftliche Grundlagen für staatliches Handeln und die multiprofessionelle Praxis zu schaffen. Darüber hinaus werden staatliche Maßnahmen und die soziale Praxis evaluiert, um zu ermitteln, ob und in welchem Maße anvisierte Zielsetzungen erreicht werden, zum Beispiel durch Befragungen von Betroffenen, Nutzer/innen unterschiedlicher Einrichtungen sowie von professionellen Kräften in Institutionen. Die Umsetzung der Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (die sog. Istanbul-Konvention) bildet eine zentrale Grundlage für die Arbeit von FOBES.

Projekte, Studien und Expertisen:

  • Schröttle, Monika (2018-2019): Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz – Lösungsstrategien und Maßnahmen zur Intervention. (Projektbeschreibung)
  • Schröttle, Monika (2018): Expertise: „Gesundheitliche Folgen von Gewalt“. (Projektbeschreibung)
  • Schröttle, Monika; Habermann, Julia (2017): Measurement framework of violence against women in the EU. Expertise für die Einbindung von Gewalt gegen Frauen in den Gender Equality Index. Studie im Auftrag des European Institute for Gender Equality (EIGE) – Gekürzter Report.
  • Schröttle, Monika (2017): Gewalt in Paarbeziehungen. Expertise für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. (Zur Publikation)
  • Schröttle, Monika et al. (2016): Studie zur Bedarfsermittlung zum Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern. (Projektbeschreibung)
  • Schröttle, Monika (2016): Datenerhebung zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Expertise für das Deutsche Institut für Menschenrechte zur Evaluierung der Umsetzung ausgewählter OSZE-Verpflichtungen. In: Deutsches Institut für Menschenrechte (Hrsg.): Die Umsetzung ausgewählter OSZE-Verpflichtungen zu Menschenrechten und Demokratie in Deutschland – Unabhängiger Evaluierungsbericht anlässlich des deutschen OSZE-Vorsitzes 2016, S. 41-48. (Zur Publikation)
  • Schröttle, Monika; Fries, Sabine (2015): Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen im Leben gehörloser Frauen. Ursachen, Risikofaktoren und Prävention. (Projektbeschreibung)

 

Leiterin des Forschungsfeldes Gender, Gewalt und Menschenrechte und der Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES):

Dr. Monika Schröttle