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Gender, Gewalt und Menschenrechte

Projekte des Forschungsbereiches Gender, Gewalt und Menschenrechte

Aktuelle Projekte

Zusammenfassung:

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wird von August 2020 bis Juli 2021 eine empirische Studie zu Gewaltschutzstrukturen für Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Menschen mit Behinderungen stellen eine gesellschaftliche Gruppe dar, die einem besonders hohen Risiko ausgesetzt ist, Gewalt in verschiedenen Lebenskontexten zu erfahren. Bisherige Forschung zeigt, dass bereits vorhandene Unterstützungsstrukturen für von Gewalt betroffene Menschen häufig nicht barrierefrei erreichbar und nutzbar sind. Im Fokus stehen hier die Bedarfe von erwachsenen Frauen, Männern sowie auch die der Kinder und Jugendlichen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird das Ziel verfolgt, mit Hilfe von Einzel- und Gruppeninterviews, wissenschaftlich basierte politische Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Gewaltschutzes in Einrichtungen der Behindertenhilfe zu entwickeln. Zunächst werden die juristischen und strukturellen Rahmenbedingungen anhand von Dokumentenanalysen (u.a. die Analyse von Gewaltschutzkonzepten, Schutzvorkehrungen und Leitlinien in Wohneinrichtungen/Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) und Expert*inneninterviews auf Bundes- und Landesebene sowie kommunalen und institutionellen Ebenen erfasst (unter Einbeziehung der Perspektive der Betroffenen und der handelnden Akteur*innen, welche in Fokusgruppen erhoben wird). Darauf aufbauend sollen Problembereiche bzw. Lücken im Hilfe- und Schutzsystem identifiziert werden. Anschließend werden sinnvolle Strategien für einzelne Risikogruppen wie z.B. Frauen mit Behinderungen und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen erarbeitet. Insbesondere auch für den Bereich der sexualisierten Gewalt sollen Unterstützungs- und Hilfsangebote so gestaltet werden, dass ein niedrigschwelliger Zugang für alle Geschlechter möglich ist. Um möglichst unterschiedliche regionale und institutionelle Gegebenheiten einbeziehen zu können, werden die Datenerhebungen in den Wohneinrichtungen/Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in städtischen und ländlichen Regionen, in den alten und neuen Bundesländern sowie in großen und kleinen Einrichtungen stattfinden. Die einbezogenen Einrichtungen der Behindertenhilfe leisten durch Ihre Teilnahme an der Untersuchung einen wertvollen Beitrag für die Implementierung von Strategien gelingender Gewaltprävention in Einrichtungen in Deutschland. Somit tragen sie nicht nur zur Verbesserung der Lebenslage und des Alltags von Menschen mit Behinderungen bei, sondern sie gestalten auch verbesserte politisch-strukturelle und rechtliche Rahmenbedingungen mit.

Auftraggeber:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle
Dr. Maria Arnis
Dr. Ralf Puchert

Auftraggeber:

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Abgeschlossene Projekte

Auftraggeber:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Zusammenfassung:

Im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird von Juni 2018 bis Mai 2019 eine neue empirische Studie zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz durchgeführt. Ziel ist es, anhand von Einzel- und Gruppeninterviews die Perspektive betroffener Frauen und Männer und der institutionellen Umfelder zu erfassen und Informationen zu Gelingensbedingungen und Hindernissen für ein erfolgreiches Vorgehen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu gewinnen. Aus der Studie sollen effektive und nachhaltige Präventionsmaßnahmen und praxisnahe Handlungsempfehlungen für Betroffene, Arbeitgeber, Unterstützungsstrukturen und den Gesetzgeber abgeleitet werden. Zunächst werden im Rahmen einer repräsentativen bevölkerungsweiten Telefonbefragung 1.500 Frauen und Männer befragt, um Ausmaß, Formen und Vorkommen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz für unterschiedliche Personengruppen zu erfassen. Im Anschluss werden anhand einer qualitativen telefonischen Vertiefungsbefragung 100 Personen, die von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen sind, vertiefend befragt, um deren Umgang mit und Reaktionen auf die Geschehnisse zu ermitteln und Hinweise auf förderliche und problematische (institutionelle) Rahmenbedingungen zu erhalten. Darüber hinaus finden systematische Gruppendiskussionen mit verschiedenen Zielgruppen (Betroffene, Kolleg*innen, Vorgesetzte, Betriebsrät*innen, Frauenbeauftragte und Vertreter*innen des externen Unterstützungssystems) statt, um Problembereiche und effektive Lösungsstrategien sowie Maßnahmenvorschläge multiperspektivisch zu beleuchten und wirkungsvolle Möglichkeiten der Intervention, Unterstützung und Prävention zu erkunden.

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Auftraggeber:

Robert-Koch-Instituts als Basis für den Frauengesundheitsbericht (2018)

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Auftraggeber:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Zusammenfassung:

Die Ergebnisse der Sekundäranalyse belegen, dass gehörlose Frauen besonders von Gewalt im Lebensverlauf betroffen sind. Darüber hinaus beleuchtet die Studie jedoch insbesondere auch mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation gehörloser Frauen und zur Erleichterung ihres Zugangs zu Hilfe- und Unterstützungssystemen bei Gewalterfahrungen.

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Auftraggeber:

Bayerisches Sozialministerium (StMAS)

Zusammenfassung:

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden die folgenden konkreten Fragestellungen systematisch wissenschaftlich untersucht, um hieraus Handlungsstrategien für das bayerische Unterstützungssystem und seine Weiterentwicklung abzuleiten:

1. Welche Indikatoren sind sinnvoll, um bestehende Bedarfe in Bayern festzustellen bzw. anhand von welchen Kriterien können bestehende Bedarfe und das Vorliegen einer adäquaten Versorgung empirisch ermittelt werden?

2. Wo lassen sich anhand der Untersuchung des Versorgungssystems und seiner Nutzung im regionalen Vergleich Hinweise auf eine gute Bedarfsdeckung, wo ggf. Lücken und ein Nachbesserungsbedarf im Hinblick auf das aktuelle Unterstützungsangebot in Bayern feststellen?

3. Welche Betroffenengruppen sind bislang gut versorgt und können gut erreicht werden; wo ist eine verbesserte Versorgung und ein Ausbau der Angebote und Zugänge sinnvoll und notwendig?

4. Welche kurz- und langfristigen Handlungsstrategien lassen sich aus den Erkenntnissen der Bestandsaufnahme und der Bedarfsermittlung für Bayern ableiten?

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Auftraggeber:

European Institute for Gender Equality a European Union Agency (EIGE), Vilnius, Litauen

Zusammenfassung:

Since its inception, the Gender Equality Index has had the objective to support monitoring European Union (EU) Member States’ performance on the eradication of violence as an integral part of the progress towards gender equality at large. Building on the first two editions, the 2017 edition of the index has further developed the domain of violence into a more comprehensive measurement framework to serve as a foundation for a reliable and comparable statistical assessment of the extent of violence against women in the EU. However, since the release of the Gender Equality Index 2015, no new EU-wide comparable data on the extent of violence against women have become available (Bollard et al. 2017, p. 9).

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Publikation:

Mollard, B.; Reingardė, J.; Schröttle, M. and Habermann, J. (2017) Link zum PDF
Gender Equality Index 2017. Measurement framework of violence against women. Report. Vilnius: European Institute for Gender Equality.

Auftraggeber:

Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation; In Kooperation mit BIG e.V. sowie der Berliner Polizei.

Zusammenfassung:

Es handelt sich um die Evaluation eines technischen Notrufdienstes, der besonders gefährdeten Opfern von häuslicher Gewalt das schnelle und zuverlässige Auslösen eines Notrufes anhand eines umgerüsteten Mobiltelefons ermöglichen soll. Im Herbst/Winter 2013 werden dazu 60 qualitative Interviews mit Betroffenen durchgeführt, die das Mobiltelefon genutzt haben, um Festzustellen, ob die Maßnahme die Sicherheit und Unterstützung von Frauen in Hochrisikosituationen verbessern kann.

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Zusammenfassung:

In Kooperation mit der Ludwig-Boltzmann-Stiftung für Menschenrechte und Projektpartnern aus Island, England und Österreich werden anhand einer quantitativen und qualitativen Befragung von Institutionen und von Frauen mit Behinderungen Zugangsmöglichkeiten und Qualität verschiedener Unterstützungsinstitutionen empirisch untersucht und zwar im Hinblick auf die Erreichbarkeit für Frauen, die verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt waren/sind.

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle

Publikationen:

Schröttle, M.; Vogt, K.; Rosemeier, J. (2015) Link zum PDF
Access to specialized victim support services for women with disabilities who have experienced violence., Daphne Project. German National Empirical Reports.

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Auftraggeber:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Zusammenfassung:

Die Vorstudie enthält ein Konzept für Forschungsdesign und Erhebungsinstrumente für eine repräsentative quantitative Befragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Im Einzelnen werden Inhalte und Themenfelder, Grundüberlegungen zur Realisierung der Repräsentativität, relevante Teilpopulationen, die Stichprobenkonzeption und Zielgruppengewinnung sowie die Entwicklung eines geeigneten Fragebogens in Anlehnung an bestehende (inter-)nationale Surveys und andere Erhebungen konkretisiert. Die Studie empfiehlt Methodik und Konzeption von vertiefenden qualitativen Befragungen. Sie prüft bereits bestehende regelmäßige bundesweite Befragungen und Datenerhebungen, um festzustellen, wie ergänzend ein Aufbau von Längsschnittdaten für das Monitoring erfolgen kann und macht dazu Erweiterungsvorschläge.

Ansprechpartner:

Dr. Monika Schröttle
Dr. Stefan Zapfel

Publikationen:

Schröttle, M.; Hornberg, C.; Zapfel, S.; Wattenberg, I.; Vogt, K.; Kellermann, G.; Becker, J. (2014) PDF
Abschlussbericht: „Vorstudie für eine Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung(en)“. Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales, FB447. Nürnberg, Bielefeld

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